Fechtsport
Christopher Gruber
Referat 2004/2005
Schüler des BORG Linz
Leistungssportklasse
Einführung ins Fechten
1570 wurden die noch bis heute gültigen Fachbegriffe von dem Franzosen Henri Saint Didier formuliert/erfunden.
Im 17. Jahrhundert wurde von Wilhelm Kreußler der Grundstock der deutschen Fechtschule gelegt.
Seit 1896 ist das Fechten olympisch (Degen ab 1900),
Frankreich und Italien dominierten und dominieren die Waffen Florett und
Degen. Die Ungarn sind im Säbel dominierend.
GESCHICHTLICHES
Ursprünglich ist Fechten ein bewaffneter Kampf von meist zwei Personen, bei dem Blankwaffen mit relativ langen Klingen und mit einem Handschutz verwendet werden. Diese können so geführt werden, dass die Angriffe des einen Gegners durch den anderen Gegner mit der Klinge bzw. an der durch Klinge und Handschutz gebildeten konkaven Form [ der SCHALE ] abgefangen werden. Beim Fechten kommt es also zum direkten Kontakt der eingesetzten Blankwaffen, anders als beispielsweise dem Einsatz von Messern oder Dolchen (bei denen Ausweichen der der Griff ans Handgelenk zur Verteidigung eingesetzt werden), Geschichte
Fechten gehört neben Boxen und Ringen naturgemäß zu den frühesten Zweikampf - Wettbewerben der Menschen und ging aus dem kriegerischen Fechten mit dem Schwert als Trainings- oder Spielform hervor. Eine Art sportliches Fechten betrieb man schon sehr früh in Ostasien mit blanken Waffen und in Afrika und Japan mit Stöcken. Die Antike kannte Fechtschulen, und im Römischen Reich des Augustus liebte die Jugend das Schaufechten.
Mit der Verbreitung des Schießpulvers im ausgehenden Mittelalter, dem Erstarken der Infanterie, Bogen- und Armbrust-Schützen verlor der gepanzerte Ritter seine Bedeutung. Das Schwert wurde nun vorwiegend gegen leicht oder komplett ungerüstete Gegner verwendet, und es kam das Fechten mit leichten Waffen wie dem Rapier auf, für das es bald einheitliche Regeln und Lehrbücher (zuerst 1410 in Italien) gab. Da das Rapier nicht mehr von Rittern, sondern von Bürgern geführt wurde, entwickelte sich der Umgang damit zum ersten "Breitensport". Von Italien ausgehend erlebte dann das Rapierfechten in Frankreich seine erste Blütezeit, Gesichtsmasken machten es gefahrloser. 1570 erfand der Franzose Henri Saint Didier die meisten Fechter-Fachausdrücke, die auch heute noch verwendet werden.
[ ..dazu noch ein sehr markantes Zeitalter...]
DAS ZEITALTER DER FECHTERZÜNFTE (1400 - 1700)
Bereits am 10.8.1487 gewährte Friedrich III einer
Fechtergemeinschaft, den "Meistern der langen Schwertes", die
nach dem Vorbild der handwerklichen Zünfte organisiert war, besondere
Schutzrechte.
In Frankfurt/Main, dem Sitz der bekanntesten Fechterzunft, der "Bruderschaft
von St. Markus vom Löwenberge", später nur mehr kurz Marxbrüder
genannt, wurden alljährlich zur Messezeit die strengen Meisterprüfungen
abgehalten, die den Absolventen berechtigten, als Fechtmeister, nach dreijähriger
Wanderzeit, tätig zu werden. Einige Mitglieder dieser Bruderschaft
bildeten um 1570 in Prag eine eigene Gruppe, die sich Freifechter nannte.
Diese Freifechter hielten am St. Veitstag ihre Meisterprüfungen ab
und daher kommt auch der Name Veiterfechter und daraus bildete sich der
volkstümliche Name Federfechter.
Zwischen diesen beiden Fechterschulen bildeten sich eine sportliche Rivalität
aus, die das Fechten dieser Zeit sehr förderte und beeinflußte.
Die fechtenden Bürger und Angehörige der verschiedensten Zünfte
waren in der Zeit die finanzielle Grundlage der freien Fechtmeister. Gefochten
wurde in den Städten mit dem Bidenhander, dem Fechtmesser, dem Dusack,
dem Dolch, mit der halben und der langen Stange und nach und nach auch mit
dem Degen.
So fand also nach und nach die Verbesserung und Verfeinerung der Waffen
statt, bis zum heutigen zeitpunkt, und man arbeitet auch noch immer daran,
die Waffen leichter und schneller zu machen.
FECHTEN ALS OLYMPISCHE DISZIPLIN
Fechten zählt zu den olympischen "Gründungs-Sportarten"
von Athen 1896. In Athen standen drei Wettbewerbe auf dem Programm: Säbel,
Florett und Florett. Das Degenfechten kam in Paris 1900 dazu, seit Antwerpen
1920 fechten die Männer die heute noch üblichen Wettbewerbe mit
Florett, Degen und Säbel (Einzel und Mannschaft).
Ebenfalls in Antwerpen feierten die Fechterinnen ihren olympischen Durchbruch.
Erstmals durften sie, aber nur im Florett-Einzel, um Medaillen kämpfen.
In Rom 1960 kam ihr Mannschaftstitel im Florett hinzu, und in Atlanta 1996
traten die Frauen auch erstmals mit dem Degen (Einzel und Mannschaft) an.
Schließlich wurde in Athen 2004 auch das Säbelfechten der Frauen
als sechste Einzeldisziplin ins Olympische Programm aufgenommen. Als Ausgleich
für die Aufnahme des Frauen-Säbel (nur Einzel) wird bei den Olympischen
Sommerspielen 2004 der Wettbewerb im Damen-Florett (Mannschaft) ausgesetzt,
so dass insgesamt 10 Wettkämpfe ausgetragen werden. Bei zukünftigen
olympischen Wettbewerben sollen jeweils andere Wettkämpfe pausieren.
MERKMALE DES FECHTSPORTS
Die Planche oder Fechtbahn ist die Fläche, auf der sich die Fechter bewegen. Ein Verlassen der Fechtbahn wird in der Regel mit einem Straftreffer bestraft..
Die Fechtbahn ist 14 m lang. Die Mitte (bei 7 m) ist durch eine Linie (die Mittelline) gekennzeichnet. In einem Abstand von zwei Metern von dieser Mittellinie nach jeder Seite befinden sich die Startlinien, an denen die Fechter nach einem Treffer wieder Aufstellung nehmen.
DIE WAFFEN DES FECHTENS
Im Fechtsport gibt es 3 verschiedene Waffen. FLORETT - DEGEN - SÄBELDIE WAFFE DEGEN
Der Degen hat sich aus dem Duelldegen (Mitte des 19. Jahrhunderts) entwickelt. Er besitzt eine stärkere und stabilere Klinge, und hat eine größere Glocke als das Florett.
Der Degen ist 750 Gramm schwer, und 110 cm lang. Er wird auch eine Stoßwaffe gebraucht, wobei auch hier Bingos zulässig sind. Der gesamte Körper kenntzeichnet die Trefferfläche. Es gibt Doppeltreffer (2 Treffer innerhalb von 40 msec), dafür aber kein Treffervorrecht.
Degenfechten erfordert gutes Timing und Treffsicherheit ("eine gute Spitze") und ein gutes taktisches Gefühl ("man muss erahnen, wann der andere zum Angriff ansetzt")
Bestandteile des Degens
Spitze - Klinge - Glocke - Griff
Die Degenspitze
Die Degenspitze besteht aus einem Spitzenkopf und einer Feder mit Hülse, die Feder der beweglichen Degenspitze muss ein Gewicht von mindestens 750 g hochdrücken, d.h. der Gegner muss mit diesem Druck getroffen werden, damit ein gültiger Treffer angezeigt wird.
Die Degenklinge
Die Degenglocke
trennt den Griff von der Klinge, außerdem dient sie zum Schutz der Hand. Die Glocke hat einen Durchmesser von 13,5 cm, und enthält Glockenstecker für Kabelanschluss und Glockenpolster.
Der Degengriff
Es gibt für den Degen 3 verschiedene Griffarten: der französische Griff - der italienische Griff - der Orthopädische od. Pistolengriff
DIE WAFFE FLORETT
Es ist ist eine Stoßwaffe und Treffer werden nur mit der Spitze gesetzt, wobei Treffer auch mit sog. Bingos gesetzt werden können.
Das Florett hat eine dünne, flexible Klinge, und eine Glocke (Handschutz). Es ist 500 Gramm schwer, und 110 cm lang.
Die Trefferfläche ist der gesamte Oberkörper bis auf Arme/Hände und Kopf. Die Treffer werden seit 1955 elektrisch angezeigt und man trägt eine stromführende Brokatweste. Das Florett ist die anspruchsvollste Waffe des Fechtens, durch die kleine Trefferfläche und dadurch es keine Doppeltreffer, wie beim Degen gibt. Deshalb bezeichnet man das Florettfechten auch als Grundschule des Fechtens.
Bestandteile des Floretts
Spitze - Klinge - Glocke - Griff
Die Spitze besteht aus Spitzenkopf und Feder mit Hülse, die Feder der beweglichen Florettspitze muss ein Gewicht von mindestens 500 g hochdrücken, d.h. der Gegner muss mit diesem Druck getroffen werden, damit ein gültiger Treffer angezeigt wird. Die Florettklinge
Die Klinge hat einen quadratischen Querschnitt, wird von der Spitze bis zur Glocke immer dicker, und auch schwerer biegbar. Man unterteilt die Klinge in 30 cm-lange Teilstücke in Klingenstärke, Klingenmitte, Klingenschwäche.
Die Klinge hat eine Längsrille, in die ein stromführender Draht eingeklebt ist.
Die Florettglocke
Die Glocke trennt den Griff von der Klinge und dient zum Schutz der Hand.
Sie hat einen Durchmesser von 12 cm und enthält Glockenstecker für
Kabelanschluss und Glockenpolster.
Der Florettgriff
Es gibt für das Florett 3 verschiedene Griffarten: der französische
Griff - der italienische Griff - der Orthopädische -oder Pistolengriff
DIE WAFFE SÄBEL
Der Säbel bringt 500 Gramm auf die Waage und ist 105 cm lang. Er ist eine Hieb und Stoßwaffe (Treffer können mit der Kante gesetzt werden). Die Trefferfläche ist der gesamter Oberkörper.
Das Säbelfechten wird von Geschwindigkeit, Finten und offensiven Aktionen dominiert. Es gilt das Treffervorrecht, man muss angreifen oder eine Riposte geben, um den Treffer zugesprochen zu bekommen. Ungültige Treffer werden nicht angezeigt.
Bestandteile des Säbels
Sensor - Klinge - Glocke - Griff
Dieser Sensor oder Säbel-Melder zeigt jeweils den Stoß oder Schlag an.
Die Säbelklinge
Die Säbelklinge hat einen annähernd rechteckigen Querschnitt.
Man unterteilt die Klinge in 30 cm-lange Teilstücke in Klingenstärke,
Klingenmitte, Klingenschwäche.
Die Klinge hat keinen stromführenden Draht.
Die Säbelglocke ist aus einem Stück und dient zum Schutz der Hand. Sie hat einen Querschnitt mit den Maßen 14X15 cm. Die Glocke enthält Glockenstecker für Kabelanschluss und Glockenpolster.
Der Säbelgriff Für den Säbel gibt es nur eine Griffart, diese ist dem französischen Griff ähnlich.
SCHUTZKLEIDUNG
Fechtmaske aus dichtem Drahtgitter (V2A-Stahl) oder Plexiglas mit Halsschutz; Säbelfechter tragen eine elektrisch leitfähige Maske
Fechtjacke mit Fixierung zwischen den Beinen; unterschiedliche Modelle für Links- beziehungsweise Rechtsfechter
Plastron aus stichsicherem Material, um einen zusätzlichen Schutz auf der Waffenseite zu haben
Brustschutz für Frauen
Fechthose bis über die Knie
Handschuh mit Handrückenpolsterung zum Schutz gegen Stiche in den Ärmel
Kniestrümpfe
Traditionell ist die Fechtkleidung weiß, um es dem Schiedsrichter zu erleichtern Treffer zu erkennen. Fechtmeister tragen üblicherweise schwarz. Seit neuem erlauben die offiziellen FIE-Regeln (s.u.) bunte Fechtkleidung.
DIE REGELN DES FECHTENS
Die Regeln werden von der FIE (Federation Internationale d'Escrime) festgelegt.1 KEIN MASKENWERFEN
2 KEIN BESCHIMPFEN ODER AUFMÜPFEN BEIM SCHIEDSRICHTER
3 man MUSS Plastron anhaben ebenso wie Stutzen, funktionierende
Waffe neben der Planche liegen haben , sonst- > gelbe Karte
Die Fechtbahn[ planche ]
Markierungslinien auf der Fechtbahn
Mittellinie Die Mittelline kennzeichnet logischerweise
die Mitte der Bahn. Startlinie
Auf jeder Bahn sind 2 Startlinie vorhanden, für jeden Fechter eine.
Sie ist jeweils 2 Meter von der Mittellinie entfernt.
Warnstriche: Auch hiervon gibt es 2 Stück, jeweils eine rechts und eine links, 2 m vor dem Bahnende.
Letzter Meter: Die durchgezogene Linie kennzeichnet das
Ende der Fechtbahn.
Überschreitet ein Fechter mit beiden Füßen die durchgezogene
Linie, erhält er einen Straftreffer.
Aufstellung der Fechter/innen: Der/die zuerst aufgerufene Fechter/in stellt sich rechts vom Obmann auf.
Elektrische Trefferanzeige:
Allgemeines: Die elektrische Trefferanzeige
hat den Fechtsport objektiver gemacht, nicht mehr so extrem vom Schiedsrichter
abhängig , obwohl beim Florett die Schiedsrichterentscheidungen noch
immer sehr wichtig sind und häufiger als im Degen.
Die elektrische Trefferanzeige wird bei allen Turnieren und meistens auch
im Training verwendet. (Klassische Fechter haben die elektrische Trefferanzeige
nicht verwendet, weil sie glaubten, dies hätte einen schlechten Einfluss
auf ihren Fechtstil, ....)
Wenn ein Fechter seinen Gegner mit einer bestimmten Kraft
trifft, wird ein Kontakt geschlossen, der am Anzeigegerät ein Licht-
und Tonsignal auslöst. Wenn beim Florett ein Treffer außerhalb
der gültigen Trefferfläche erfolgt, leuchtet ein weißes
Licht auf, innerhalb der gültigen Trefferfläche ein rotes oder
grünes. Beim Säbel werden ungültige Treffer nicht angezeigt
und der Kampf somit auch nicht unterbrochen. Der Obmann beobachtet die Fechter
und das Anzeigegerät, um zu entscheiden, wer einen gültigen Treffer
gesetzt hat, die Entscheidung über einen gültigen Treffer liegt
beim Obmann( Schiedsrichter)
Für die elektrische Trefferanzeige wird eine zusätzliche, elektrisch
leitfähige Weste benötigt, auch Elektroweste oder E-Weste genannt:
Florettfechter tragen eine Weste, die den gesamten Rumpf bedeckt, bei Säbelfechtern
sind der Oberkörper und die Arme bedeckt und die Maske ist ebenfalls
elektrisch leitend, bei Degenfechternist der gesamte Körper gültige
Trefffläche, daher wwird keine Elektroweste benötigt. Bei allen
Waffenarten ist die Waffe angeschlossen. Die Fechtbahn ist geerdet, um eine
ungültige Trefferanzeige zu vermeiden (wenn beim Degen zum Beispiel
der Fuß des Gegners getroffen werden soll). Degen und Florett haben
einen mechanischen Schalter an der Waffenspitze, der mit 500 g (Florett)
bzw. 750 g (Degen) gedrückt werden muss, um den Stromkreis zu schließen.
Beim Säbel reicht eine Berührung mit irgendeinem Teil der Klinge.
Die elektrische Trefferanzeige wurde beim Degen 1936 (?) eingeführt,
beim Florett 1957 (?) und beim Säbel 1988 (?).
Seit einiger Zeit entwickeln verschiedene größere Fechtgerätehersteller
ein System zu kabellosen Fechten. Dabei werden die Fechter mit einem Funksender
ausgestattet, der mit dem Gegner und dem Meldegerät kommuniziert. In
die Maske eingebaute Leuchtdioden (für die Trefferanzeige) erlauben
ein Fechten ohne externen Melder. Solche Systeme sind bisher nur für
Säbel verfügbar. In 2001 wurde in Koblenz erstmals kabelloses
Fechten bei einer Europameisterschaft eingesetzt.
Der Stromkreis wird gebildet durch Drähte die in die Klinge eingeklebt
sind und über einen Glockenstecker, desweiteren über ein Kabel,
das durch den Ärmel der Fechtjacke geführt wird. Dieses sogenannte
Körperkabel ist an der Rückseite der Jacke bzw. E-
Weste befestigt und durch einen Stecker mit einem Kabel aus einer Kabeltrommel,
das sich bei Bewegung des Fechters automatisch auf- und abrollt, verbunden.
Die Kabelrolle ist wiederum mit dem Melder verbunden, der dann die Treffer
anzeigt und signalisiert.
Die Trefferanzeige beim Florett
Treffer auf der gültigen Treffer Fläche, der Brokat-Weste, werden
rot und grün angezeigt. Ungültige Treffer, also außerhalb
der gültigen Trefferfläche, werden jeweils mit der weißen
Lampe angezeigtWenn beide Lampen einer Seite (rot+weiß oder grün+weiß)
leuchten, dann ging der ungültige Treffer dem gültigen Treffer
voraus und es wird kein gültiger Treffer gegeben. Leuchten die rote
und die grüne Lampe gleichzeitig auf, entscheidet der Schiedsrichter
entweder Attaques simultanées (gleichzeitiger Angriff), dann wird
kein Treffer gegeben oder er gibt den Treffer dem Fechter, der zuerst seinen
Angriff gestartet hat und somit Treffer - Vorrecht hatte.
Die Trefferanzeige beim Degen
Die Trefferanzeige beim Degen funktioniert einfacher als beim Florett, weil
als Treffer- Fläche der ganze Körper gilt.Es gibt nur zwei farbige,
eine rote und eine grüne Lampe, die auch zur gleichen Zeit aufleuchten
können, da im Degen Doppeltreffer möglich sind. Diese werden angezeigt,
wenn die Treffer in weniger als 1/20 Sekunde gesetzt werden. Ist das Zeitintervall
größer als 1/20 Sekunde, leuchtet nur eine Lampe auf, es wird
nur ein Treffer gegeben.
Die Trefferanzeige beim Säbel
Hier müssen gleichzeitig Hieb und Stoß angezeigt werden. Der
Melder hat einen Chip der beides registriert.
Damit der Stromkreislauf, ähnlich wie beim Florett, mit Körperkabel,
Masken Kabel und Kabelrolle hergestellt werden kann.>Die gültige Trefferfläche
(Oberkörper, Arme und Kopf), Fechtjacke, Maske, Handschuh sind aus
leitendem Metallmaterial. Der Sensor oder Säbel-Melder nimmt gültige
Treffer wahr, wenn ein Kontakt zwischen Klinge und gegnerischer Treff-Fläche
mind. 0,1 Millisekunden dauert.
Stöße bei denen die Spitze über die Treff-Fläche gleitet
oder den Körper des Gegners mit der Schneide oder Rückschneide
nur streifen, zählen nicht. Sie zählen auch nicht als Hiebe (beim
heutigen Säbeltempo nur schwer erkennbar).
Hiebe über das Eisen, das sind Hiebe, die zuerst die
Waffe des Gegners und dann erst die metallisierte Treff-Fläche berührt,
werden nur dann als Treffer angezeigt, wenn die Zeit zwischen Berührung
mit der Waffe und Treff-Fläche 1 bis 5 Millisekunden beträgt.
Treffervorrecht
Das Treffervorrecht gilt nur bei der Waffe Florett und Säbel, da es
beim Florett wie schon oben gesagt keine Doppeltreffer gibt, genauso wie
beim Säbel.Wenn die grüne und rote Lampe des Melders beim Florett
bzw Säbel aufleuchten, hat der Obman zu entscheiden, wer mit dem Angriff
als erstes begonnen hat, wenn er das feststellen kann, bekommt derjenige
den Treffer, der den Angriff zu erst gestartet hat.Wenn jedoch derjenige
der zuerst angegriffen hat, vom Gegner pariert wurde, bekommt der Gegner
der Treffer. Unter Parieren muss man sich das Wegschlagen (stärkeres
Berühren) der gegnerischen Klinge vorstellen.Grundsätzlich kann
man sagen, wenn es keinen Klingenkontakt gegeben hat, ist es entscheidend
wer zuerst mit dem Angriff begonnen hat, wenn beide gleichzeitg angegriffen
hat, und keiner pariert hat, nennt man das "Tempo" und keiner
bekommt einen Treffer.
Wenn es Klingenkontakt gegeben hat, ist entscheidend, wer die Klinge des
Gegners als letztes "zur Seite gedrückt hat". Also ich kann
zuerst angreifen, wenn ich jedoch pariert werde, bekommt der Gegner den
Treffer zugesprochen.Wenn ich es allerdings schaffe, noch mal den Gegner
zu parieren, bekomme ich wieder den Treffer zugesprochen.
Das Fechtturnier
Erfolgt der Aufruf, muss man sich beim Kampfrichter (Obmann) melden. Die Erstgenannte steht rechts vom Obmann; Linkshänder stehen immer links vom Obmann, damit der Obmann eine unverdeckte Sicht auf die Waffe und den Waffenarm hat.
Ein Kampf dauert in der Vorrunde maximal 3 Minuten oder bis einer der Fechter 5 Treffer erzielt hat, in den Finalrunden maximal 9 Minuten (mit einminütiger Pause nach jeweils 3 Minuten (im Säbelfechten eine Minute Pause nachdem ein Fechter 8 Treffer gesetzt hat)) oder 15 Treffer.
Wenn der Kampf gestoppt wird, z.B. bei einem Treffer oder wenn einer der Fechter seitwärts der Planche steht, wird auch die Uhr gestoppt.
Bei Gleichstand gibt es 1 Minute Verlängerung, wobei vorher ein Treffervorteil ausgelost wird. Falls in der Verlängerung kein Treffer erzielt wird, erhält der Fechter mit dem Treffervorteil den Sieg zugesprochen.
Während des Gefechts darf die Bahn nur nach vorheriger Anfrage verlassen werden. Eine Anfrage an den Obman erfolgt durch Heben des waffenfreien Arms.
Verwarnungen
Gelbe Karte = einfache Verwarnung: Verwarnungen werden z.B. erteilt für defektes Material oder Verdecken der Trefffläche mit dem waffenfreien Arm.
Rote Karte = Straftreffer: Straftreffer werden z.B. erteilt für das Verlassen der Bahn nach hinten.
Schwarze Karte = Ausschluss vom Turnier/Disqualifikation für sich und falls vorhanden auch für die MANNSCHAFT!
ZUM ABSCHLUSS - einige Aktionen
Flèche : Ein Flèche (franz. Pfeil, Geschoss) ist ein besonders schnell vorgetragener Angriff beim Sportfechten, bei dem sich der Angreifende mit gestreckt gehaltenem Arm blitzartig nach vorne wirft entstehen kann. Er kann auch als Sturzangriff bzw. Laufangriff bezeichnet werden. Technisch ist die Besonderheit, daß der Vorgang des Abstoßens beim Flèche mit dem vorderen Bein erfolgt, wodurch auch der Eindruck eines "sich nach vorne fallen lassens" entsteht
Patuta:Starker Schlag an die Waffe des anderen um so seine Klinge beiseite zu werfen
Reposte: So wird ein Stoß genannt der nach einer Parade geführt wird
Coupé:Peitschenartiger Hieb mit großer Wucht damit sich die Waffe biegt und die Spitze den Gegner trifft
Tempostoß: Ein Stoß in das Vorgehen des Gegners oder wenn er versucht eine Aktion aufzubauen
